Glockenläuten täglich um 12 Uhr und 18 Uhr

26-Aug-2020

Glocken rufen Christen seit vielen Jahrhunderten zum Gebet. In dieser Zeit können sie zum Erinnerungsruf für alle werden, sich einmal am Tag Zeit zu nehmen, um in sich zu gehen und neue Hoffnung und Kraft zu schöpfen. Die Glocken erinnern:  Es ist an der Zeit, sich zu besinnen auf das, was tröstet und stärkt und uns weiterträgt angesichts dieser globalen Krise. Es ist gut, ein Ritual zu haben, das uns erinnert: Wir gehören zusammen! Das uns fragt: Was ist jetzt wichtig? Glocken erreichen die Ohren und Herzen sehr vieler Menschen auch bei Ausgangsbeschränkungen; auch, wenn sie einsam in Pflegeheimen und Krankenhäusern liegen; auch, wenn sie allein in ihren Wohnungen sitzen. Sie wollen Verbundenheit stärken, Trost und Hoffnung spenden. 

Wir bitten Gott darum, seine Menschen zu begleiten, in allen Höhen und in allen Tiefen des Lebens, im Glück und in der Not, in Krankheit und im Sterben.

Psalm 145 drückt es so aus: „Der HERR ist denen nahe, die zu ihm beten und es ehrlich meinen. Er erfüllt die Bitten der Menschen, die voll Ehrfurcht zu ihm kommen. Er hört ihren Hilfeschrei und rettet sie.“ 

In dieser Überzeugung läuten wir täglich um 12.00 Uhr und 18.00 Uhr die Glocken unserer Kirchen.  
Zum Klang der Glocken beten wir in ökumenischer Gemeinschaft für unsere Stadt, unser Land und die Welt. Jeder Haushalt für sich. Beim gemeinsamen Vater Unser wissen wir uns mit allen verbunden und von Gott gehalten. 

Wenn Sie darüber hinaus ein konkretes Gebetsanliegen haben, zu dem wir in der Kirche eine Kerze anzünden sollen, dann wenden Sie sich gern an uns. Wir haben in St. Jakobi eine Gebetskette für akute Gebetsanliegen. Ein kleine Gruppe Beter betet für Ihr Anliegen, Verschwiegenheit ist dabei garantiert. Anliegen bitte an: Gebet@st-jakobi-iz.de.

Hoffnungsläuten – Innehalten und Beten am Mittag und Abend
Halte inne, denk an das, was dich tröstet und stärkt. 
Bitte für die Menschen, die Kraft brauchen! 

Weitere Informationen: http://aktuell.nordkirche.de/ 
#hoffnungsläuten

GEBETSVORSCHLÄGE 
GEBET 1 
Hoffnungsläuten 
Den Klang hören und durchatmen. Mit Gott sprechen. 
Vielleicht so: 
Gott, sei bei mir. Höre meine Sorgen. 
[Stille] 
Höre meine Bitten: 
Für die Kranken. 
Für ihre Angehörige. 
Für die Pflegenden. 
Für die, denen das Geld ausgeht. 
Für die Erschöpften. 
Für die Sterbenden und die Trauernden. 
Tröste, trage, liebe alle, die dich brauchen. 
[Stille] 
[Vaterunser] 
Gott sagt: Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir. 

Lass mich darauf vertrauen. 
Danke für alles, was stärkt. Amen. 

GEBET 2 [für Menschen ohne christlichen Hintergrund] 
Hoffnungsläuten 
Es ist Zeit, eine kurze Pause einzulegen. 
Ich denke an Menschen, die es schwer haben. Ich erinnere mich an alles, was mich tröstet und stärkt. Ich halte einen guten Gedanken fest. Ich verbinde mich mit Menschen, die gerade auch die Glocken hören. Ich bin nicht allein. 

GEBET 3 
Hoffnungsläuten 
Es ist Zeit innezuhalten, durchzuatmen, zu beten. 
Wir bringen vor Gott, was uns bewegt. Wir bitten für die Menschen, die jetzt für uns ihren Dienst tun. Wir bitten für die Kranken. Wir bitten um Hoffnung und Herzenskraft. Wir sind verbunden mit allen. 
Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Amen 

GEBET 4 
Hoffnungsläuten 
 Hören Sie auf den Klang Atmen Sie tief durch. Schließen Sie die Augen, vielleicht legen Sie sich die Hand aufs Herz. Denken Sie an die Menschen, die es jetzt besonders brauchen. 
Schweigen, auf die Glocken hören. 
Beten Sie ein Vaterunser 
Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Amen