ST. JAKOBI ITZEHOE

Die Freude am Herrn ist unsere Stärke

Alles über Gott – Gebet – Gemeinschaft

Die zentrale Frage, mit der wir uns in St. Jakobi mit viel Freude beschäftigen, lautet: Was will Jesus? Wir lassen uns vom Wort Gottes führen, finden Stärke im Gebet und in unserer Gemeinschaft, möchten etwas bewegen und einen Ort schaffen, der bewegt.

Wir sind eine aktive, engagierte und lebendige Gemeinde – erfahre, wovon wir uns leiten lassen und was wir alles anbieten. Wenn Du dabei sein willst, sei uns herzlich willkommen!

Herzlich Pastor Dietmar Gördel

DAS WORT ZUM MONAT

Gott im Spiegel

Wunderbar gemacht

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Vikar Hans-Christian Baden-Rühlmann
„Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“ Psalm 139,14   
Und wenn wir nicht nur ein Werk, sondern auch ein Abbild des Herrn sind, wie wunderbar sind wir dann erst? Wenn wir in den Spiegel sehen, haben wir die Möglichkeit, in das Antlitz des Herrn zu blicken. Aus vielen Bibelgeschichten wissen wir, dass es schmerzhaft und auch unaushaltbar sein kann, in das Antlitz des Herrn zu blicken. Und wenn ich vor dem ersten Kaffee in den Spiegel schaue, geht es mir ähnlich. 
Aber nehmen wir uns doch mal die Zeit, in den Spiegel zu schauen und Gott zu betrachten. Was siehst du dort? Siehst du Augen, die das Leben gesehen haben oder sich noch darauf freuen? Sind die Falten auf der Stirn oder auf den Mundwinkeln tiefer? Siehst du jemanden, mit dem du lieber feiern oder tiefgründig reden möchtest? Kannst du dir vorstellen, diesen Gott, den du dort im Spiegel siehst, zu lieben? 
Ich weiß, es ist nicht einfach, Gott im Spiegel zu erblicken. Auf den ersten flüchtigen Blick scheint es so, als würdest du dich nur selbst anschauen. Ein paar Narben hier, ein paar Unregelmäßigkeiten da. Wo soll da Gott sein? 
Eine Ebene dahinter sieht man vielleicht andere Dinge: Fehler, Angst, Unsicherheit, Wut… Die machen es schwierig, irgendetwas anderes zu sehen. Es ist wie der Beschlag auf dem Spiegel nach einer heißen Dusche. Man kennt den Psalmvers zwar vom Wortlaut her, doch das eigentliche Bild ist verschwommen. 
Daher bete ich zu Gott, dass er hilft, diesen Dunst zu lösen. Denn wir sind weitaus mehr als Beschlag auf einem Spiegel. Gott hat in uns die Liebe und den Heiligen Geist gesetzt, mit denen wir in diese Welt strahlen können. Es wäre Verschwendung, sie nur verschwommen zu sehen. Unsere Seele hat das schon längst erkannt, denn wir fühlen Gott nur, weil wir sein Werk sind. Lasst uns daher versuchen diesem Licht in uns Raum zu geben. Lasst uns versuchen, dem Herrn im Spiegel mit Liebe zu begegnen.  
Ich wünsche Ihnen und Euch eine gesegnete Zeit 
Ihr und Euer 
Vikar Hans-Christian Baden-Rühlmann  
 

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