ST. JAKOBI ITZEHOE

Die Freude am Herrn ist unsere Stärke

Alles über Gott – Gebet – Gemeinschaft

Die zentrale Frage, mit der wir uns in St. Jakobi mit viel Freude beschäftigen, lautet: Was will Jesus? Wir lassen uns vom Wort Gottes führen, finden Stärke im Gebet und in unserer Gemeinschaft, möchten etwas bewegen und einen Ort schaffen, der bewegt.

Wir sind eine aktive, engagierte und lebendige Gemeinde – erfahre, wovon wir uns leiten lassen und was wir alles anbieten. Wenn Du dabei sein willst, sei uns herzlich willkommen!

Herzlich Pastor Dietmar Gördel

DAS WORT ZUM MONAT

In der Not geboren - zum Trost erkoren

Aktuelle Infos zu Corona

{tag_bildunterschrift}

Die Inschrift unseres Turms lautet "In Not geboren - zum Trost erkoren". Wie oft bin ich an diesem Satz schon vorbeigegangen. Jetzt sind wir zutiefst verunsichert, wie gut, dann um Gottes Trost und Halt zu wissen.

Während sich die Nachrichten mit Infos zum Coronavirus und Handlungsempfehlungen überschlagen, dürfen wir uns daran erinnern, dass unser Gott alles unter Kontrolle hat und uns mit Frieden über alle Vernunft beschenken will. Nichts kann uns von seiner Liebe trennen - und davon, dass wir miteinander als Gemeinde-Familie verbunden sind.

Damit Sie aktuelle Informationen bekommen, melden Sie sich zu unserem Newsletter an (Anmeldung finden Sie ganz unten auf dieser Seite) oder abonnieren Sie unseren Youtube-Kanal

Corona Corona (2048 KB) – "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit." 2.Tim 1,7 Kurze Andacht von Pastor Dietmar Gördel.

Wenn Sie Hilfe, auch für praktische Dinge, benötigen oder ein persönliches Gespräch wünschen, wenden Sie sich gerne an mich, auch für Seelsorge, Gebet, Abendmahl und Beichte. Sie erreichen mich im Pastorat direkt neben der Kirche, unter Tel. 42060 und pastor@st-jakobi-iz.de

Auf unserer Homepage gibt es die Möglichkeit, Predigten der letzten Monate nachzuhören. Vielleicht schauen Sie noch einmal nach einem Thema, das Sie anspricht oder herausfordert. Es gibt auch eine Auswahl guter Internetangebote mit Gottesdiensten und Podcasts.

Ich möchte Sie auch ermutigen, in diesen Tagen und Wochen das Gespräch zu suchen: zuallererst mit unserem großen Gott. Lesen Sie in der Bibel, zum Beispiel ein Evangelium oder in den Psalmen. „Neu belebt von Dir“ ist ein Buch, das wir derzeit in der Gemeinde lesen und noch einige Exemplare haben. Gerade in den Fragen nach dem, was uns wirklich trägt und Leben gibt, ist es eine sehr gewinnbringende Lektüre. Sprechen Sie mich gerne an!

Suchen Sie auch das Gespräch mit Nachbarn, mit Freunden. Gehen Sie miteinander spazieren, rufen Sie an und fragen, wie es wirklich geht und wo Sie einander unterstützen können.

Singen Sie auch unsere alten Choräle: Welch eine Zuversicht ist z.B. in Luthers "Ein feste Burg ist unser Gott" zu spüren. Hier in einer Aufnahme bei einem unserer Lobpreisabende: 

Ein feste Burg ist unser Gott Lobpreis Ein feste Burg ist unser Gott Lobpreis (3799 KB) – Ein fest Burg ist unser Gott - das Glaubenslied von Martin Luther.

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2.Tim 1,7   

Gott befohlen,

Ihr

Dietmar Gördel 

DAS WORT ZUM MONAT

Fight, flight, freeze.

Auf dem Weg durch die Passionszeit

{tag_bildunterschrift}
"Wir haben keine Erfahrungswerte, auf die wir in dieser Situation zurückgreifen können. Es ist die größte Krise seit Gründung der Bundesrepublik. Solche und ähnliche Sätze sind derzeit überall zu hören." Sie verstärken das Gefühl von Ohnmacht gegenüber der Infektionskrankheit CODIV 19, und gegenüber der Furcht, die um sich greift, die Beklemmung im Supermarkt, die Sorge angesichts der Nachrichten, angesichts von Freunden und Familie in Quarantäne, vielleicht sogar im Warten auf das Testergebnis. 
Ein ganzes Land, fast die ganze Welt hält inne. Ausnahmezustand. 
Wir Menschen sind so gemacht, dass wir handeln, gestalten, herrschen wollen. Schon im Garten Eden wurde das uns in die Wiege gelegt. Wir sind es gewohnt, diese Freiheit zu haben,nutzen sie mal mit, oft ohne Gott, und in der Wahl des Joghurts ebenso wie in Berufsentscheidungen, Reiseplänen und darüber, wann Leben anfängt oder endet. 
Auf einmal wird all das in Frage gestellt. Ein Schock. Fight, flight, freeze. Kämpfen, flüchten oder versteinern. Letzteres bleibt übrig, wenn a) kämpfen oder b) flüchten nicht möglich sind. Und so versuchen wir beides, kämpfen gegen Gedanken der Angst, gegen Ohnmacht, informieren uns, organisieren Hilfeleistungen, kompensieren Ohnmacht auch in frommen Aktivitäten, Gebetsketten, digitalen Aktionen. Beides bedeutet Sicherheit. Alles- nur nicht einfrieren, versteinern, aushalten müssen. 
Als die Jünger Jesus in seine Passion begleiten erleben sie Ähnliches: Sie haben keine Erfahrungswerte, auf die sie in dieser Situation zurückgreifen können. Auf einmal wird alles in Frage gestellt. 
Schock. Fight, flight oder freeze. 
Petrus zum Beispiel reagiert in seinem Frust mit Kampf- und hindert sich selbst dann, wirklich zu verstehen, dass selbst in der scheinbar ohnmächtigen Situation der Gefangennahme Jesus die Situation souverän beherrscht. Einer der Jünger, den einige mit dem Evangelisten Johannes identifizieren, flüchtet und schafft sich so einen sicheren Abstand, bringt ziemlich viel Raum und Zeit zwischen sich und die angsteinflößende Situation. 
Als Jesus dann stirbt und ein Unwetter losbricht, dass selbst vor dem Tempel nicht Halt macht und dort den Vorhang zerreißt, hält ein ganzes Land, fast die ganze Welt inne. Ausnahmezustand. 
Wir gehen auf die Karwoche und auf Ostern zu. Es scheint unwirklich, dem angemessen nachsinnen zu können und fröhlich zu feiern. Aber genau diese Ereignisse damals in Jerusalem waren die größte Anpassungsstörung der Geschichte- für alle diejenigen, die an ihrer Macht festhalten wollten, deren Alltag von wirtschaftlich kalkulierbaren und frommen Aktionismus geprägt waren. 
Für die, die sich ihrer Angst stellen, wird sie zur Begegnung mit dem Auferstandenen, zum Anfang eines neuen Lebens. 
Simone Demsky, Gemeindepädagogin in St. Jakobi