ST. JAKOBI ITZEHOE

Die Freude am Herrn ist unsere Stärke

Alles über Gott – Gebet – Gemeinschaft

Die zentrale Frage, mit der wir uns in St. Jakobi mit viel Freude beschäftigen, lautet: Was will Jesus? Wir lassen uns vom Wort Gottes führen, finden Stärke im Gebet und in unserer Gemeinschaft, möchten etwas bewegen und einen Ort schaffen, der bewegt.

Wir sind eine aktive, engagierte und lebendige Gemeinde – erfahre, wovon wir uns leiten lassen und was wir alles anbieten. Wenn Du dabei sein willst, sei uns herzlich willkommen!

Herzlich Pastor Dietmar Gördel

DAS WORT ZUM MONAT

Weite

Entdeckungen im Alltag

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Ich weiß gar nicht, wie oft ich daran vorbeigegangen bin, an diesem Plakat in unserem Gemeindehaus, ohne dass ich wirklich draufgeschaut hätte und erkannt hätte, was für ein Bild das ist. Fotos von unserer Gemeindefreizeit auf Sylt - und dabei die Aufnahme einer Möwe, die zum Landen ansetzt. Und mit einem Mal erkannte ich, dass es aussah wie die biblischen Darstellung des offenen Himmels, aus dem der Geist Gottes wie eine Taube auf Jesus herabkam. Oder jetzt im Herbst in unserem Garten, wo die Äpfel reif sind. Auch da kann ich einfach dran vorbeigehen - oder aber erleben, wie schön es ist, dass Gott mich Tag für Tag versorgt und ich nicht nur an Erntedank dem Schöpfer dafür danken darf. Ich kann den Blick frei bekommen für die Welt und meine Mitmenschen. Wie häufig gehe ich an Dingen oder an Menschen einfach so vorbei, ohne dass ich sie wirklich beachte? Und ohne dass ich dabei die kleinen Zeichen entdecke, die auf Gottes Gegenwart in meinem Alltag hinweisen. Wo der Himmel für mich offen ist und ich berührt werde. Gottes Geist will mich in meinem Alltag berühren und den Himmel öffnen. Dabei ist er frei, und doch gibt er sich zu erkennen durch das, was er bewirkt: Ein Tröster ist er, einer, der Verzagte begeistert und Menschen miteinander verbindet, er schafft Verständigung und Verstehen.

Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Alltag davon erfüllt wird, Ihr  

Pastor Dietmar Gördel

Monatsblatt 10 Oktober Monatsblatt 10 Oktober (409 KB) – Aktuelle Infos und Termine für den Oktober.

DAS WORT ZUM MONAT

Feuer

Wem gebührt Anerkennung?

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Vikar Tom Wolter
Nun ist es wieder vorbei: Nach zweiwöchigem Spiel im Wind ist das olympische Feuer wieder erloschen. Doch dieses Feuer war mehr als ein griechischer Import, der auf dem Olympia-Boulevard in Rio de Janeiro immer wieder für Selfie-Alarm sorgte. Dieses Feuer brannte in den Wettkämpfen. Immer wieder wurde es angefacht durch die glühenden Athleten und konnte so auch vielerorts auf die Zuschauer überspringen. Obwohl die Stadionränge vielfach leer blieben, stellten sich doch wieder einmal Fernsehen und Zeitung als gute Wärmeleiter heraus. Ich selbst brenne für Olympia seit 1996. Als Achtjähriger jubelte ich mittlerweile vergangenen Sportgrößen wie Franziska van Almsick oder Frank Busemann zu. Wie moderne Gladiatoren gingen sie in den Wettkampf und errangen Medaillen für die deutsche Sportauswahl. Platz 3 sollte Deutschland damals in der Gesamtabrechnung erreichen. Der Medaillenspiegel scheint auch heute noch die Menschen zu begeistern: Ist er doch eine Art Gradmesser für die sportliche Belastbarkeit, Jugend und Mentalität eines Volkes im weltweiten Maßstab. Dem ersten steht Glanz und Gloria zu. Und zwar nur dem ersten. Das zeigt sich auch in der Gewichtung der einzelnen Medaillen. Denn gezählt werden nur die goldenen. Nur sie gehen in den Spiegel ein. So scheint es verlockend, die eigenen Wettkämpfer von staatlicher Seite ein wenig olympisches Grundfeuer schon im Vorfeld zu injizieren, um einen gewissen Vorteil zu sichern. Dass dies einzelne Sportler eh tun, scheint unwiderlegbar zu sein. Selbst im Breitensport wird zur unerlaubten Leistungssteigerung gegriffen, obwohl doch hier bedeutend weniger Ruhm zu erringen liegt.

Doch Christus spricht: „Was hülfe es dem Menschen, dass er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an seiner Seele?“ Diese Frage bleibt bestehen und hinterfragt auch unseren Umgang mit Leistungsträgern im Spitzensport oder anderen Bereichen. Auch wir tragen unseren Anteil. Solange wir, die Olympia-Konsumenten und Couch Potatoes, lediglich Gewinne akzeptieren und vierte, fünfte oder auch fünfzehnte Plätze nicht einmal wahrnehmen, solange steht ein jeder Sportler vor der Versuchung, zu betrügen, seine Leistung unerlaubt zu steigern, die Welt und Gold zu gewinnen, aber sich selbst zu verlieren und mit einer Lebenslüge zu leben. Soll das olympische Feuer auch auf nachfolgende Generationen überspringen, so sind auch wir gefordert, umzudenken.

Wem gebührt unsere Anerkennung?

Herzlichst, Ihr Vikar

Tom Wolter

Monatsblatt 09 September Monatsblatt 09 September (668 KB) –